WISSEN | 28. JULI 2025

Guter Stress, schlechter Stress

Stress – klingt erstmal stressig. Klingt nach Terminen, Zeitdruck und einer langen ToDo-Liste. Aber ist Stress immer nur negativ? Und was passiert dabei eigentlich in unserem Körper?

Stress ist nicht mehr das, was er mal war...

Grundsätzlich ist Stress erstmal etwas Positives und hat unseren Vorfahren in der Steinzeit das Überleben gesichert. Durch einen äußeren Reiz wird unser Körper in Alarmbereitschaft und erhöhte Leistungsfähigkeit versetzt: in unserem Gehirn werden innerhalb von Millisekunden Botenstoffe der Nervenzellen (sog. Neurotransmitter) wie Adrenalin und Noradrenalin freigesetzt, sodass unserem Körper innerhalb kürzester Zeit maximale Energie zur Verfügung steht. Die Folge: der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller, die Atmung wird flacher, die Anspannung steigt und angesichts der „Bedrohung“ vermeintlich unwichtige Vorgänge wie die Verdauung werden gedrosselt.

Was früher der berühmte Säbelzahntiger war, sind heute eine hohe Arbeitsbelastung, Zeitdruck, zwischenmenschliche Konflikte, hohe Mental Load und vieles mehr. Das Problem: die Stressauslöser unserer Zeit verschwinden meist nicht so rasch wie der steinzeitliche Tiger. Dauert die Stresssituation länger an, schütten die Nebennieren u.a. das Hormon Cortisol dauerhaft aus. Dies hat nicht nur erschöpfte Nebennieren sondern auch körperliche Reaktionen durch die Daueraktivierung cortisolgesteuerter Vorgänge zur Folge.

Im Fachjargon wird daher zwischen Disstress (negativer Stress) und Eustress (positiver Stress) unterschieden. Während uns der erste den Appetit verdirbt, den Schlaf raubt und als belastend wahrgenommen wird, wird positiver Stress als aufregend und motivierend empfunden, er kann u.a. unsere Konzentration steigern und uns zu Höchstleistungen antreiben.

Wenn du es eilig hast - setz dich hin!

Wichtig ist, dass die Belastungsphasen nur vorübergehend sind und eine ausreichend lange Phase der Ruhe und Erholung folgt, in der das Stress Hormonsystem wieder heruntergefahren werden kann. Ist das nicht der Fall, ist unser Körper permanent im Alarmzustand, was wiederum Auswirkungen auf unser Immunsystem, unseren Stoffwechsel, unsere Psyche, aber auch auf sämtliche Organe hat. Verspannte Muskeln, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Konzentrationsschwäche oder allgemeine Erschöpfung zeigen uns, dass es höchste Zeit ist, auf unser Ruhebedürfnis einzugehen.

Achte daher darauf, eine Balance zu finden und die Stressphasen auszugleichen – mit Sport, Meditation, einem Waldspaziergang oder was dir sonst guttut. Abschalten, sich rausnehmen, innehalten. Im Alltag alles andere als einfach, aber für unseren Körper von größter Wichtigkeit.

Je nachdem, wie dein Körper auf Stress reagiert, oder wenn sich die Stressauslöser nicht so einfach beheben lassen, können dir folgende Knospenextrakte eine gute Hilfestellung sein, bis du wieder zu deiner inneren Balance findest:

  • Feigenbaum: harmonisiert dein zentrales Nervensystem und unterstützt bei depressiven Verstimmungen, Nervosität, Unruhe und stressbedingten Verdauungsbeschwerden.
  • Mammutbaum: unterstützt bei Erschöpfung, Energiemangel und wenn du dich ausgebrannt fühlst.
  • Schwarze Johannisbeere: wohltuend bei Erschöpfung und chronischer Müdigkeit, stärkt die Nebennieren und ist ein zuverlässiger Begleiter bei dauerhaftem Stress.
  • Sommerlinde & Silberlinde: stärken deine Nerven und können eine wertvolle Unterstützung bei Herzrasen, stressbedingtem Bluthochdruck und Einschlaf- bzw. Durchschlafstörungen sein --> die Sommerlinde gilt als sanfter und daher als gut geeignet bei Kindern und sensiblen Personen, während die Silberlinde bei psychischen Themen mehr in die Tiefe gehen kann.
  • Silberweide: begleitet dich bei nervöser Übererregtheit, Unbeherrschtheit oder nervösen Schwächezuständen.
  • Stieleiche: die Knospen des Baumes, der als Symbol für Stärke und geerdet sein gilt, unterstützen dich bei starker Erschöpfung und Überarbeitung, nachlassender Vitalität oder in der Rekonvaleszenz.